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KPT un_masc_ulinities 23.04.2026

Beigetragen von dcolicbender in Aktuelles 3 Min. Lesezeit 18. Januar 2026

Kunstpädagogischer Tag 2026

un_masculinities. Männlichkeiten im Kunstunterricht verlernen?

23.04.2026, 09:00 – 16:00

Kunsthochschule Mainz
an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Am Taubertsberg 6
55122 Mainz

Anmeldungen mit dem Betreff „Kunstpädagogischer Tag 2026“

werden bis zum 23.03.2026 an colloquium@kunsthochschule-mainz.de erbeten.

Weitere Informationen erfolgen nach Anmeldung.

Der Kunstpädagogische Tag ist im Pädagogischen Landesinstitut unter diesem Link gelistet. Die Anmeldung erfolgt allerdings ausschließlich per Mail!

Informationen zum KPT:


WORUM GEHT ES?


In öffentlich geführten Debatten zu Geschlechtergerechtigkeit ist in den letzten Jahren nicht
mehr nur von der anzustrebenden Emanzipation aller marginalisierter Geschlechtsidentitäten
die Rede. Zunehmend erfolgt auch eine Problematisierung von Männlichkeit, die als „toxisch“
identifiziert wird – ein Begriff, der sich aufgrund seines eher beurteilenden Charakters für eine
tiefergehendes Verständnis von Geschlechterdynamiken nur bedingt eignet. Diskurse zu und
diskriminierungskritische Auseinandersetzungen mit Männlichkeit fanden bisher allerdings
kaum Eingang in die kunstpädagogische Forschung und Praxis – lediglich vereinzelt finden sich
seit den 90er Jahren in der deutschsprachigen Literatur Abhandlungen zu Jungs* (weniger zu
Männlichkeit) im Kunstunterricht. Der Kunstpädagogische Tag will hier ansetzen, Anregungen
geben, Angebote unterbreiten und damit zur Schließung dieser Lücke beitragen.
Grundlagen zu einer Perspektivierung von Männlichkeit werden über einen Impulsvortrag gelegt
und konkrete Ideen für den Unterricht und die außerschulische Vermittlungsarbeit in drei
Workshops von Harry Hachmeister (Fotografische Auseinandersetzungen mit Männlichkeit),
Mako Sangmongkhon (Männlichkeiten und Performance) und Stefan Bast
(Rezeptionsorientierte, intersektionale Auseinandersetzungen mit Männlichkeitsbildern im
Kunstunterricht) entwickelt. Diese Ansätze gilt es folglich in den jeweils eigenen Praxen zu
erproben und zu reflektieren.


Der kunstpädagogische Tag richtet sich an Lehrer_innen aller Schulformen, Studierende und
Kunstvermittler_innen im außerschulischen Bereich. Es wird ein gemeinsamer Austausch
geboten, der allen Teilnehmer_innen kunstorientierte und diskriminierungskritische ZugriAe und
Methoden auf Männlichkeit sowie aktuelle Forschungsperspektiven näherbringt.


PROGRAMM
09:00 – 09:30 Ankommen und Begrüßung
Prof. Dr. Carmen Mörsch und Stefan Bast; Dr. Daniela Colic-Bender (Grußwort)
09:30 – 10:30 Input zu Kunst, Kunstunterricht und Männlichkeit (+ Q&A)
Männlichkeit im Kunstunterricht? Eine Bestandsaufnahme in Kunst und Unterricht.
(Stefan Bast)
10:30-10:45 Kaffeepause
10:45 – 13:00 WORKSHOPS

WORKSHOP 1
Harry Hachmeister: Picture Masculinity! (Fotografische Auseinandersetzungen zu und
mit Männlichkeit)
WORKSHOP 2
Mako Sangmongkhon: männlichkeiten_performativ_unterbrechen (Männlichkeit und
Performance)
WORKSHOP 3
Stefan Bast: KritischeMännerKunstGeschichten (Rezeptionsorientierte Auseinandersetzung mit Bildern aus Kunstgeschichte und zeitgenössischer Kunst)

13:00 – 14:15 Mittagspause und Austausch (Eine Liste mit Empfehlungen für Verpflegungsmöglichkeiten in der Umgebung der Kunsthochschule wird zur Verfügung gestellt)

14:15 – 15:00 Bericht aus den Gruppen/ Zusammenführung und Diskussion

15:00 – 15:15 Pause

15:15 – 15:45 Launch Website „Diskriminierungskritische Kunstvermittlung – versuchen“/ Kunstdidaktik Kunsthochschule Mainz

15:45 – 16:00 Offenes Ende – Verabschiedung (evtl. Evaluation in digitaler Form)

INFORMATIONEN ZU DEN REFERENT_INNEN:

Harry Hachmeister lebt und arbeitet als Künstler in Berlin. In seinen Arbeiten setzt er sich in gleicher Weise zärtlich-kraftvoll wie auch humorvoll mit Selbstbefragungen im Speziellen und Identitätsfragen im Allgemeinen auseinander. Hachmeister arbeitet in unterschiedlichen Medien und Techniken – Fotografie, Zeichnung, Skulptur und Malerei – wobei sich die Auseinandersetzung mit diversen Körpern und deren Zuschreibungen konsequent durch das vielfältige Werk ziehen. Seine Arbeiten werden kontinuierlich in Ausstellungen gezeigt: Von Disko zu Disko (Museum der bildenden Künste, Leipzig), How (Not) to Fit in (Villa Merkel, Esslingen) oder Selbstporträt in Hausschuhen (EBENSPERGER, Berlin) stellen nur einen sehr kleinen Ausschnitt seiner Ausstellungstätigkeit dar. Aktuell sind von ihm Werke in der Ausstellung Liaisons im Georg-Kolbe Museum in Berlin zu sehen. Weitere Infos zum Leben und Werk Harry Hachmeisters: https:// harryhachmeister. com

Mako Sangmongkhon lebt und arbeitet in München als Künstlerin, Doktorandin und Elternteil. M bewegt sich entlang und zwischen den Schnittstellen rassismuskritischer und antifaschistischer Selbstorganisation sowie macht- und herrschaftskritischer Kultur- und Bildungsarbeit. Dabei verstreut und versammelt sich Mako am liebsten in Gruppen. Derzeit verantwortet Mako die Rolle ,Outreach & Community Building’ am Haus der Kunst.

Stefan Bast ist Kunstpädagoge, Forscher, Kunstlehrer und lebt und arbeitet in Berlin und Montréal. Bis Juni 2025 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter* an der Kunsthochschule Mainz und lehrt(e) u.a. an der Universität der Künste Berlin, der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, der Universität Potsdam und der Goethe-Universität Frankfurt. Aus diskriminierungskritischer Perspektive forscht und unterrichtet er u.a. zu Klassenfragen und Männlichkeitsbildern in Kunst und Bildung. Derzeit arbeitet er intensiv an der Fertigstellung seines visuell-autoethnografischen Forschungsprojektes „Rückkehr zur Scham. Diskriminierungskritischer Kunst-unterricht – und seine Bedingungen“ und gemeinsam mit Carmen Mörsch an der Publikation „Diskriminierungskritischer Kunstvermittlung – versuchen“.
Zuletzt erschienen: Bast, Stefan/ Sangmongkhon, Mako (2025): UN_MASK_ ULINITIES.
Hegemoniale Männlichkeit im Kunstunterricht ver_lernen. Teil 1 und 2. In: Winkler, Antje (2025):
Kunst! Jetzt! Bildung! Now! Kunst als Raum für Widerstand und Transformation. München, kopäd.

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