Dritte BDK-NRW-Online-Gesprächsrunde
„Denkmal als Lernort – Chancen, Herausforderungen, Impulse“
Gesine Reimold
Eine besondere Kunstausstellung und ihre Folgen. Ein Projekt der Bildung und Vermittlung des Weltkulturerbes Rammelsberg
Dienstag, 16. Juni 2026
18.15 – 19.15 Uhr
“Welterbebildung ist Bildung für Alle und orientiert sich zuallererst am außergewöhnlichen Wert der Welterbestätte, am authentischen Ensemble und seiner Kultur-Geschichte. Denn eine Welterbestätte ist keine Kulisse! Sie ist ein Ort, der mit Respekt behandelt wird. Sie ist echt, zuverlässig und glaubwürdig.” Dies ist einer der Leitsätze der Abteilung Bildung- und Vermittlung des Weltkulturerbes Rammelsberg. Aus diesem Grund hat jede Führung, jeder Workshop, jedes Projekt der Welterbepädagogik einen starken inhaltlichen Bezug zum Ort und seiner Geschichte. Aber nicht als Selbstzweck, sondern um aus der Geschichte zu lernen, um die Zukunft positiv gestalten zu können. Im Fokus aller Überlegungen und Planungen steht dabei das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung. Denn wir müssen nichts Geringeres tun, als zu lernen, zuerst uns selbst und dann die Welt zu verändern!
Gesine Reimold, Diplom Kulturpädagogin und Leiterin der Abteilung „Bildung und Vermittlung am Rammelsberg“, wird in ihrem Vortrag Aspekte aufzeigen, wie Welterbestätten hier ihren Beitrag leisten können. Vorgestellt wird im Schwerpunkt das Projekt „Young Climate-Action for World Heritage“. Initiiert wurde es vom Institute Heritage Studies, Berlin, in Zusammenarbeit mit der Deutschen UNESCO-Kommission. Und in diesem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projekt setzten sich Schülerinnen und Schüler aus mehreren Ländern künstlerisch mit den Auswirkungen des Klimawandels auf das UNESCO-Welterbe auseinander. Dadurch sollen Welterbestätten als Lernorte für Klimabildung und nachhaltige Entwicklung gestärkt und langfristig mit Schulen vernetzt werden.
Dies ist im Rahmen einer Kunstausstellung gelungen. Das Projekt und daraus entstandene Vermittlungsansätze werden inzwischen erfolgreich von 2022 bis heute fortgeführt. Die Kunstwerke sind so vielfältig wie die Schülerinnen und Schüler der Adolf-Grimme-Gesamtschule selbst. Es entstanden Zeichnungen, Gemälde, ein Künstler-Tagebuch, Skulpturen mit und ohne Besuchendenpartizipation oder auch eine Serie von Fotografien mit Interviews. So vielschichtig wie die Werke sind auch die angewandten künstlerischen Techniken. Das Ausstellungsdrehbuch wurde gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern entwickelt, die zum Teil auch die Rohfassung der Texte zu ihren Werken schrieben. Frau Reimold stellt außerdem weitere Bildungsprojekte anhand von Praxis-Beispielen vor, die sich mit den Themen Nachhaltigkeit befassen.
In der anschließenden Diskussion möchten wir gemeinsam überlegen, wie Welterbestätten dabei helfen können, die Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft zu bewahren.
Um den Link zur BDK-NRW-Online-Gesprächrunde zu erhalten, ist eine frühzeitige Anmeldung in dem hierzu eingerichteten Anmeldetool erforderlich:
https://bdk-online.info/nw/anmeldung_weltkulturerbe_rammelsberg/
Dritte Gesprächsrunde der BDK-NRW-Veranstaltungsreihe “Denkmalpädagogische Lernorte und Projekte im Kunstunterricht”, in Kooperation mit Dr. Larissa Eikermann (Universität Paderborn) und Dr. Susanne Braun (denkmal aktiv, Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz).
Bildnachweis: Projektpräsentation am Weltkulturerbe Rammelsberg, Fotograf: Frank Drechsler
