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Hinweise zur Abschlussevaluation der Rahmenpläne

Beigetragen von elektrischerreiter in Aktuelles 2 Min. Lesezeit 4. November 2026

Liebe Fachleitungen,

die BSFB hat das IFBQ (Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung) damit beauftragt, eine Abschlussevaluation der Bildungspläne durchzuführen. Bis zum 6.11.26 müssen die Fachleitungen die Rückmeldungen aus ihren Fachschaften eingetragen haben.

Vor drei Jahren hat die „Sozietät Bildende Kunst Hamburg“ (Universität, HFBK, LI, Studienseminar, Referentin für Bildende Kunst und der BDK Hamburg) die Neufassung der Bildungspläne kritisch geprüft. Einzelne Institutionen, darunter der BDK Hamburg, haben dazu kritische Stellungnahmen abgegeben. Es ging dabei um die Rücknahme von Engführungen, zum Beispiel die verbindliche Festlegung von Fragestellungen und dazugehörigen Kunstwerken, die wir erwirkt hatten. Diese Festlegungen wurden auf Wunsch der Behörde – nicht der Kommission, die Rahmenpläne entwickelt hatte – in die Rahmenpläne aufgenommen.

Damals haben wir bereits betont, wie wichtig ein offen gestalteter Rahmenplan für eine hochwertige Unterrichtsgestaltung ist. Er muss auf eine sich verändernde Schüler*innenschaft sowie auf den Wandel im Kunstgeschehen reagieren können. Die Forderung nach festen Vorgaben wurde damals mit der Berücksichtigung fachfremder Lehrkräfte als Quereinsteiger*innen und mit dem Wunsch nach besserer Vergleichbarkeit begründet. Daraufhin haben wir hingewiesen, dass die Rahmenpläne verbindliche und sehr gute Vorgaben für einen vergleichbaren und hochwertigen Kunstunterricht bieten. Sie richten sich an professionelle Lehrkräfte mit einem vollständigen Fachstudium.

Für fachfremde Berufseinsteiger*innen und Quereinsteiger*innen, die mehr Anleitung und konkrete Beispiele benötigen, könnten zusätzlich Handreichungen mit Praxisbeispielen angeboten werden.

Wir möchten euch als Fachleitungen ermutigen, bei der Beantwortung der Fragen den Spielraum und die Möglichkeiten zu berücksichtigen, die die Offenheit der Rahmenpläne bietet.
Eine positive Rückmeldung kann nochmal bestärken, dass die erkämpften Freiräume sinnvoll sind und langfristig erhalten bleiben.

Als Anregungen für die Befragung sind uns die folgenden Punkte besonders wichtig:

  • Die „handelnde, selbsttätige und erfahrungsbezogene“ Auseinandersetzung soll im Mittelpunkt stehen
  • Die Wahl der Kombination aus Bezugsfeldern und Gestaltungsdimensionen liegt bei der jeweiligen Lehrkraft.
  • Die Festlegung von Fachbegriffen sollte durch eine Sammlung vielfältiger Begriffe erweitert werden. Fachbegriffe dürfen nicht zu entleerten Vokabeln werden. Es geht immer um das Themenfeld, das diese Begriffe umreißen.
  • Die inhaltlichen Kontexte werden allein von den Lehrkräften gestaltet. Im Bildungsplan stehen nur Anregungen, die nicht verpflichtend sind. Nur so können auch aktuelle Ereignisse, Ausstellungen und Ähnliches behandelt werden.wünschenswerte Ergänzungen:
  • Die inhaltlichen Kontexte sollten um Themen zur Gesellschaftskritik ergänzt werden, da diese von Künstler*innen aller Zeiten immer wieder aufgegriffen wurden. Beispielsweise: Machtkritik, Arm- Reich-Schere, Kriegskritik, Diskriminierung, Religionskritik, Rassismus, Ableismus und Sexismus.
  • In den konkreten inhaltlichen Kontexten kommen Künstlerinnen und diversere Positionen deutlich zu kurz. Eine entsprechende Liste könnte gemeinsam erarbeitet und erweitert werden.

Vielen Dank und Beste Grüße

Euer BDK-Team Hamburg

Hier nochmal der Text als PDF:

  • Hinweise zur Evaluation im Zuge der Rahmenpläne

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